Quelle PAZ 16.03.26 Hartmut Butt
MTV Rohrsen – SG Zweidorf/Bortfeld 26:26 (10:11)
Zakrzewski beweist Nervenstärke
Nach sieben Niederlagen hatten die Oberliga-Handballerinnen der SG Zweidorf/Bortfeld an diesem Spieltag endlich mal wieder einen Grund zum Jubeln. Im Kellerduell beim MTV Rohrsen holte das Team immerhin einen Punkt, der für den Klassenerhalt sehr wichtig sein kann. Denn somit verringerte sich der Abstand zum ersten Abstiegsplatz nicht.
Vier Minuten vor dem Abpfiff der Partie sah es sehr stark nach der achten Niederlage in Folge für die Gäste aus. 22:26 lagen die Gäste im Hintertreffen. Und das, nachdem sie über weite Strecken der Partie in Führung gelegen hatten. Die Nervenstärke von Nele Zakrzewski von der Siebenmeter-Linie und der Ausgleich von Lena Schmidt retteten einen Punkt. Sie traf 27 Sekunden vor dem Abpfiff zum 26:26-Ausgleich.
Trainer Hendrik Tuschy hatte nach seinem zweiten Spiel auf der Bortfelder Trainerbank allen Grund zur Freude. Nicht nur über den Punktgewinn, sondern auch über die Spielweise seines Teams. Die Gäste erwischten ei-nen Traumstart. Nach sieben Minuten stand eine 4:0-Führung auf der Anzeigentafel. Nach einer Viertelstunde führte die SG noch immer mit vier Treffern und hatte erst fünf Gegentore kassiert.
„Wir haben aus den Fehlern im Spiel gegen Germania List gelernt“, sagte Tuschy, der sein Hauptaugenmerk auf die Anspiele an Rohrsens gefährliche Kreisläuferin Cathrin Trant gelegt hatte. Mit Erfolg: Die ehemalige Spielerin der SG Zweidorf/Bortfeld, die besser unter ihrem Mädchennamen Kelkert bekannt ist, erzielte nur vier Tore. Nicht verhindern konnten die Gäste, dass Trant kurz vor der Pause ihr Team auf einen Treffern heranbringen konnte.
Torfrau Franziska Rother erwischt einen Sahnetag
Dass die SG mit einer Führung in die Pause ging, lag neben der Treffsicherheit von Nele Zakrzewski auch an einer hervorragenden Torhüterleistung von Franziska Rother, die wieder einmal einen dieser außengewöhnlichen Tage im Leben einer Torhüterin erwischt hatte. Wer nach der Pause mit einem Einbruch bei den Gästen gerechnet hatte, wurde überrascht. Die SG zog wieder auf drei Tore davon. Erst zehn Minuten vor dem Ende führte Rohrsen. „Ich bin sehr zufrieden damit, dass sich meine Mannschaft nicht aufgegeben hat und bis zur letzten Sekunde um einen Punkt gekämpft hat“, sagte Tuschy abschließend.
